Übrigens ist der Steuernde der Captain,
der Mitfahrende der Stoker.
Grüße
Uli
man kann sich auf nichts mehr verlassen, nicht mal mehr auf die Unzuverlässigkeit des Wetterberichts!
Bei "langweiligem Wetter" kann man auch getrost in die Wetterapp gucken, sonst muss man sich mehrerer Informationsquellen bedienen.
Jein. Beim elektrischen Pino würde ich am ehesten noch den Motor als Stoker bezeichnen. Fehlt halt ein Name für den nichtlenkenden Passagier. Stewart? Navigator?
Hintergrund: Stoker ist übersetzt der "Heizer" im Lokomotivbetrieb, der sich um die Leistung kümmern darf während der Captain die Verantwortung übernehmen darf.
Wobei ich zugeben muss: Der Begriff Stoker hat mir am Pino noch nie so richtig gut gefallen.
Wenn wir mal in Rente gehen wollen wir uns stinkelangweilen.... weil wir vorher schon alles erlebt haben.
Unser Abenteuer von Nord-nach-Süd: http://www.2RadReise.de
Über die beiden vorangehenden Beiträge freue ich mich, weil sie etwas thematisieren, dass mir schon lange ein Anliegen ist.
Und als ich meinen Artikel schrieb dachte ich mir, welche Reaktion werden wohl diese beiden 'Namensgebungen' auslösen.
Mein ursprünglicher Impuls war es ja über den 'Abstand' der Räder zu berichten.
Und die Symbolik - der ersten Antworten darauf - ist ja nicht von der Hand zu weisen ...
Dieses Tandem ist in vieler Hinsicht ein so wunderschönes 'Gerät',
das dem Miteinander-Sein und nicht dem 'Übereinander-Stehen' einen Raum, ein Gerüst für lebendiges Leben und -Erleben gibt.
Und insofern passen die aus dem sportlich-kämpferischen kommenden Begriffe 'Captain' und 'Stoker' nicht mehr.
Aus dem Bereich, dem dieses Stufentandem ursprünglich entsprang,
Menschen mit Einschränkungen das Fahrradfahren zu ermöglichen,
oder noch deutlicher wenn das Pino eine 'Therapie-Rad' ist,
passen die beiden bisherigen Bezeichnungen überhaupt nicht!
Schön und stimmig wäre es wir fänden neue, andere Begriffe aus unserer Sprache dafür.
In einem ersten Schritt habe ich die beiden Begriffe von 'Steuern' und 'Mitfahren' gewählt,
weil sie mir passender als die englischen Bezeichnungen erscheinen.
Für mein und unser Pino-Fahren sind die bisherigen Begriffe nicht das richtige:
Wir fahren immer gemeinsam, mit manchem wechsele ich mich ab auf dem vorderen und hintern Platz dieses Tandems
und übernehme jeweils eine andere Aufgabe, jedoch bin ich nicht der 'C' oder der 'St'.
Lasst uns miteinander die verschiedenen Fassetten sammeln, austauschen, abwägen und diskutieren;
ich freue mich auf den kreativen Weg einer Neufindung hier im Forum
für das wie wir uns auf dem Pino fühlen und welche Rollen
wir während des gemeinsamen Fahrens einnehmen wollen, können und dürfen ...
Die sich hier ergebene Thematik sollten wir in einem eigenen Beitrag weiterführen,
denn mein ursprüngliches Interesse war es über den variablen Radstand des neuen Pinos ins Gespräch zu kommen.
und wenn der Captain auf dem vorderen Sitz Platz nimmt, ist er der Stoker und wenn der Stoker zum Captain mutiert, ist er der Captain.
Wie ist das beim Auto:
Gibt es da auch einen Linksfahrer und einen Rechtsfahrer? Nein, der linke ist der Fahrer und der rechte ist der Beifahrer.
Und das Rad das beim Pino vorne fährt ist das Vorderrad, das hintere ist das Hinterrad.
Wir können aber auch eine Diskussion darüber machen, was schon über ewige Zeiten so ist, auch wenn es keinem gefällt. Es war übrigens schon bei den alten Tandems so, dass der Captain vorne gefahren ist und der Stoker hinten. Halt anders rum wie beim Pino.
So und jetzt halte ich mich raus!
Uli
man kann sich auf nichts mehr verlassen, nicht mal mehr auf die Unzuverlässigkeit des Wetterberichts!
Bei "langweiligem Wetter" kann man auch getrost in die Wetterapp gucken, sonst muss man sich mehrerer Informationsquellen bedienen.
Unser Spezialradhändler spricht immer von „Fahrer“ (die Person, die Lenkung und Bremse kontrolliert) und „Beifahrer - egal, ob die nun hinter- oder nebeneinander sitzen und ob das Rad eine Tretunterstützung hat, oder nicht.
Da weiß auch der nichteingeweihte, was gemeint ist.
Blind Lady hat geschrieben:Unser Spezialradhändler spricht immer von „Fahrer“ (die Person, die Lenkung und Bremse kontrolliert) und „Beifahrer - egal, ob die nun hinter- oder nebeneinander sitzen und ob das Rad eine Tretunterstützung hat, oder nicht.
Da weiß auch der nichteingeweihte, was gemeint ist.
Dem schließe ich mich an!
Ansonsten muss ich sagen, dass ich eine größere Diskussion über die Verwendung der klassischen Bezeichnungen „Captain“ und „Stoker“ entbehrlich finde.
[quote="Tom"][quote="Blind Lady"]Unser Spezialradhändler spricht immer von „Fahrer“ (die Person, die Lenkung und Bremse kontrolliert) und „Beifahrer - egal, ob die nun hinter- oder nebeneinander sitzen und ob das Rad eine Tretunterstützung hat, oder nicht.
Da weiß auch der nichteingeweihte, was gemeint ist.[/quote]
Dem schließe ich mich an!
Wer mehr darüber sinnlos sinnieren will, sucht am besten diesen Coffee-Shop am fantastischen Highway No.1 auf, in Monterey/CA: https://www.captainandstoker.com/
Neben Captain und Stoker - unsere Favoriten - benutzen wir manchmal auch Pilot und Copilot.
Fahrer verwenden wir eher nicht, und wenn doch mal, dann eher zusammen mit (aktiver) Mitfahrer als (passiver) Beifahrer.
Alle zusammen sind wir begeisterte Pinonauten, oder verkürzt Pinauten
Und da habe ich noch den ultimativen Captains Ehrenkodex gefunden, den jeder Pinonaut auf dem Kontrollsitz auswendig vorbeten können muss…
Captains Oath
On my honor I will swear, severe penalties
To do my duty to keep my Stoker safe;
To listen to and obey the Stoker at all times;
To keep myself physically strong, mentally awake, and to keep the bike upright.
Wenn man mal nach der Captain-Stoker Thematik googelt, findet man so einiges kurioses, lustiges, erstaunliches und albernes… so auch den obigen Schwur, den ich aber noch nie ablegen musste, auch nicht unter Folter…
Aber es gibt auch viel wahres daran, man erkennt mal, warum‘s ganz gut klappt auf dem Pino und manchmal halt nicht so richtig .
Ich hatte ja schonmal irgendwo geschrieben: seit ich selber vor zwei Jahren mal mit einem Bekannten die Stokerrolle eingenommen habe, verstehe ich dieses besch…eidene Gefühl beim Bergabrasen mit über 50 km/h, oder beim Durchfahren eines Stangen-Hindernisses, oder wenn der Captain mit dem Lenker unkontrolliert rumeiert etc. Den Rollentausch sollte jeder mal ausprobieren - ist lehrreich .
Ich habe in der Tandem Gemeinschaft, und vor allem bei uns Pinofahrern, den starken Eindruck einer allgemein sehr reifen, um nicht zu sagen gleichwürdigen Beziehungshierarchie auf dem Rad. Insofern fällt mir jetzt konkret niemand ein, der sich durch diese traditionellen englischen Begriffe persönlich ab- oder aufgewertet fühlen könnte, dafür finde ich sind wir alle (zumindest die die ich kenne) viel zu gefestigt.
Tatsächlich verwenden meine Copilotin und ich die Begriffe Captain und Stoker selten, nur wenn wir mit anderen Tandemisti ins Gespräch kommen. Dann deshalb, weil sie etabliert sind und jeder sofort weiß worum es geht. Und, mit einem Augenzwinkern, das Englische hat den Vorteil, dass man sich nicht noch um eine gender-bereinigte Sprache Gedanken machen müsste, da unsere Errungenschaften der Partizipien a la "unsere Mitarbeitenden" für den Singular nix helfen würden.
Genug der Theorie. Wenn wir mit anderen Pinofahrern über Positionen sprechen, läufts meistens auf ein "vorne" und "hinten" sitzend raus. Auch dem könnte man mit genügend böser Absicht einen potenziell wertenden Beigeschmack unterstellen. Den es aber einfach nicht hat.