Hallo zusammen,
auf der Rückfahrt von einem herrlichen Radurlaub aus den Niederlande kann ich als Beifahrer einen kurzen Bericht tippen:
Zur größten Hitzewelle sind wir am vorletzten Juni-Wochenende mit dem Pino auf‘m Autodach und viel Gepäck gen Norden gestartet. Nach Kaffee-Zwischenstopp in Obladen bei Pinofreunden, heiße Übernachtung bei Wesel und Besuch/Übernachtung bei Tandemfreunden in Bunnik bei Utrecht sind wir am Dienstag 23.6. gestartet.
Die unten angehängte Tour radelten wir im Uhrzeigersinn, da unsere holländischen Freunde uns das sehr empfohlen hatten, um nicht zuviel Gegenwind an der Nordseeküste zu haben - das hat größtenteils auch geklappt.
Die zweite Empfehlung war, von unserer ursprünglichen Planung abzuweichen. Wir wollten bis zur Insel Texel hochradeln und dann an der Küste des Ijselmeers wieder runter - aber das sei landschaftlich viel zu langweilig und in unserem Zeitrahmen zu weit. Klar, für uns als Landeier war bei der Planung die Küste und das Meer entscheidend, aber wir ließen uns von der Alternative überzeugen. Das war doppelt gut, weil just am Ende unserer Nordseeküsten-Strecke das Wetter etwas schlechter wurde mit viel Gegenwind, kühlere Temperaturen (wind-chill) und etwas Regen. Außerdem wurde es zunehmend schwieriger freie Unterkünfte für den Folgetag zu finden, da nun die Schulferien starteten.
À propos Übernachtungen, das war der wertvollste Tipp unserer holländischen Freunde: „Vrienden op de fiets“ - Freunde auf dem Fahrrad:
https://www.vriendenopdefiets.nl/en/
Das war einfach spitzenmäßig, wir wurden 11-mal in Privatünterkünften weder enttäuscht, noch genervt, obwohl wir manchmal etwas gemischte Gefühle hatten beim Lesen der (übersetzten) Beschreibungen und Reservierungen per E-Mail, Whatsapp oder Telefon. Das Beste sind die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Gastgeber, die Gespräche und direkte Kontakt mit den Einheimischen, die Sauberkeit und der Standard der Zimmer und sanitären Anlagen und die Sicherheit der Fahrradabstellmöglichkeiten. Man bezahlt eine relativ kleine Gebühr für die Übernachtung inklusive meist sehr leckerem, reichhaltigen (bis auf eine Ausnahme) Frühstück - aktuell nur 27,50€ pro Person, überall und egal ob der Unterschiede der Unterkünfte. Dafür bekommt man aber auch einen tollen Gegenwert und man hat kein schlechtes Gewissen oder keine Wut im Bauch, wie‘s uns schon bei anderen Unterkunfsarten ergangen ist.
Was kann man über das legendäre holländische Radwegenetz berichten - eigentlich nichts, weil es wirklich legendär super ist. Nicht nur auf‘m Land kreuz und quer, sondern auch überall in den Städten. Und nicht nur das, auch die sonstige Infrastruktur ist fantastisch - Ampeln, Kreuzungen, Brücken, Unterführungen, Fahrradstraßen, Fahrrad-Tiefgaragen usw. - alles speziell für Radfahrer ausgelegt, damit die Fahrt möglichst effektiv und gefahrlos passiert - auch wenn hier außer Rennradfahrer leider keiner einen Radhelm benutzt.
Eine größere Gefahr sind allerdings die angetriebenen Fatbikes (meist „furzbillig“ aus China), die oft mit irrwitziger Geschwindigkeit an einem vorbeirasen, ohne Warnung und mit zu wenig Abstand. Nicht nur von den Pizza-Sklaven sondern auch von vielen sehr jungen Burschen und Mädels, die leider in ihrem Leben niemals erfahren werden, was richtiges Fahrradfahren ist. Und diese Raketen auf zwei Rädern sind sehr oft elektronisch aufgepimpt, so dass die Geschwindigkeit viel zu hoch ist, auch wenn zwei oder drei Personen draufsitzen - ohne Helm natürlich - und ohne zu treten. Kontrollen? Gibt‘s nicht… Eine Grauzone wie bei uns die e-Scooter, die jedoch in NL verboten sind. Verrückte Welt!
Neben der Rundreise hatten wir noch zwei weitere Highlights.
Das eine war die Teilnahme an einem Tandemtreffen des niederländischen Tandemclubs, das uns unsere Tandemfreunde empfohlen wurde. Obwohl wir vorher niemand gekannt hatten, war das ein Erlebnis par excellence. Tolle Strecke und Leitung, überragende Gastfreundschaft, sehr gute Gespräche mit den Teilnehmern… und es war sogar noch ein weiteres Pino-Team am Start, neben den weiteren 11 Teams auf Normalo-Tandems.
Ja, und dann merkten wir, dass wir trotz den vielen schönen Städtchen entlang der Alternativroute doch schneller vorankommen, als ursprünglich gedacht. Also buchten wir noch eine Unterkunft am Meer in der Region Zeeland auf der Insel Walcheren (die südlichste, wo man auf der Autobahn gut hinkommt). Das waren noch herrliche Tage an den feinsandigen Stränden und auf zwei tollen Radtouren über die Insel.
Wir möchten alle nochmal dazu ermutigen, sich in der Mitgliederkarte einzutragen. Dann kannst du auch die anderen Mitglieder auf der Karte sehen. Du musst einfach nur deine PLZ und dein Land in deinem Profil eintragen. Hier wird beschrieben, wie das geht.
Niederlande Radreise (Süd-/Nordholland)
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Re: Niederlande Radreise (Süd-/Nordholland)
Da bekomme ich gleich wieder Lust in die Niederlande zu fahren. Ist von hier aus auch nur ein Katzensprung.
Aber erst einmal kommt unsere erste gemeinsame Tandemtour Berlin-Rostock. Übernächste Woche geht es los.
Aber erst einmal kommt unsere erste gemeinsame Tandemtour Berlin-Rostock. Übernächste Woche geht es los.